Humanitäre Schule – Menschlichkeit lernen und leben

Die Georg-Büchner-Schule hat sich für das Schuljahr 2026/2027 für das Projekt „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes (JRK) angemeldet. Das Zertifizierungsprogramm startet in diesem Schuljahr erstmals in Hessen und richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren. Im Mittelpunkt stehen die Grundlagen des humanitären Völkerrechts sowie Werte wie Menschlichkeit, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Junge Menschen sollen dabei erfahren, dass Menschlichkeit keine abstrakte Idee ist, sondern durch eigenes Handeln gelebt und gestaltet werden kann.

Das Projekt verläuft in mehreren Phasen:

1. Ausbildung der humanitären Scouts

Zunächst werden engagierte Schülerinnen und Schüler unserer Schule zu humanitären Scouts ausgebildet. Sie beschäftigen sich intensiv mit humanitären Fragestellungen und werden darauf vorbereitet, selbst Verantwortung für die weitere Durchführung des Projekts an unserer Schule zu übernehmen.

2. Das Planspiel „h.e.l.p.“ an unserer Schule

Nach ihrer Ausbildung werden die Scouts selbst aktiv: Sie führen das Planspiel „h.e.l.p.“ eigenständig mit Lerngruppen an der Georg-Büchner-Schule durch. Im Planspiel setzen sich die Teilnehmenden mit komplexen humanitären Krisen- und Konfliktsituationen auseinander, schlüpfen in unterschiedliche Rollen und müssen gemeinsam Entscheidungen treffen. Dabei wird unmittelbar erfahrbar, vor welchen schwierigen Herausforderungen Staaten, Organisationen und humanitäre Helferinnen und Helfer in Krisensituationen stehen.

Gerade dieser Schritt macht das Projekt für uns besonders wertvoll: Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur selbst, sondern geben ihr Wissen weiter, leiten andere an und übernehmen Verantwortung innerhalb unserer Schulgemeinschaft.

3. Ein eigenes humanitäres Projekt entwickeln und umsetzen

Im nächsten Schritt wird aus der Auseinandersetzung konkretes Handeln. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein eigenes humanitäres Projekt und setzen dieses an unserer Schule oder darüber hinaus praktisch um.

Auch an der GBS gibt es bereits viele Ideen, wie ein solches Projekt aussehen könnte. Welche davon tatsächlich umgesetzt werden, wird derzeit noch gemeinsam entschieden.

Sobald unsere Entscheidung gefallen ist und die konkrete Umsetzung beginnt, werden wir an dieser Stelle darüber berichten.

4. Zertifizierung als „Humanitäre Schule“

Nach erfolgreicher Durchführung aller Projektphasen kann die Georg-Büchner-Schule schließlich die Auszeichnung „Humanitäre Schule“ erhalten!

Mit unserer Teilnahme möchten wir Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen, sich mit schwierigen gesellschaftlichen und humanitären Fragen auseinanderzusetzen und zu erfahren, dass sie selbst etwas bewirken können.

Damit ergänzt „Humanitäre Schule“ unser Engagement im Bereich Erste Hilfe und Schulsanitätsdienst um eine weitere wichtige Perspektive:

Helfen bedeutet nicht nur, im Notfall zu handeln, sondern auch, Menschlichkeit im Alltag zu leben.

Weitere Informationen unter: JRK Hessen | Jugendrotkreuz – Projekt Humanitäre Schule

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