Familie Rosenberg zu Gast an der GBS

Gesprächsveranstaltung und Stolpersteinverlegung 

In diesem Jahr feiern wir 200 Jahre Georg-Büchner-Schule. Diese Zeitspanne beinhaltet auch die dunkle Zeit NS-Deutschlands, während der die Schule in Horst-Wessel-Schule umbenannt wurde. Ein Schüler unserer Schule war damals Heinz Rosenberg, der 1937 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder Walter aus Darmstadt fliehen musste, weil seine Familie jüdischen Glaubens war. In Argentinien baute sich die Familie über viele Jahre ein neues Leben auf. Die Töchter und Enkel von Heinz und Walter Rosenberg besuchten am 27. April die Georg-Büchner-Schule und erzählten den 10. Klassen vom Schicksal ihrer Väter und ihrer Großmutter. Mit ihrer sehr persönlichen und bewegenden Schilderung in fließendem Deutsch erreichte insbesondere die Tochter unseres ehemaligen Schülers, Ivonne Rosenberg die Zuhörenden. Die Familie, die aus Argentinien, Chile und aus Israel angereist war, zeigte Fotos und ließ die Vergangenheit lebendig werden. Für die Schülerinnen und Schüler, die sie begleitenden Lehrkräfte, aber auch für die Familie war es ein verbindendes Erlebnis.

An der Stolpersteinverlegung für Gertrud, Heinz und Walter Rosenberg am nächsten Tag nahm der katholische Religionskurs von Frau May teil. Für die Schulgemeinde sprach Rade Stojanovic, 10a, einige Worte. Besonders erfreulich war zudem, dass die Klasse 10c nach dem Vortrag bei der Schulleitung um Erlaubnis bat, auch an der Verlegung der Stolpersteine teilzunehmen. Von der Schulleitung nahmen Frau Klün-Ernst und Herr Kunitsch an beiden Veranstaltungen teil.

Ina May

Stolpersteine verlegen

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