Im Rahmen unserer Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt (Fachbereich Chemie, Fachdidaktik) als Campusschule erhielten die 9. Klassen in diesen Tagen spannende Einblicke in den klassischen Hochofenprozess und moderne Wege der Eisengewinnung. Unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Prechtl und seinem Assistenten Yannick L. Legscha wurde nicht nur das traditionelle Verfahren erläutert, sondern auch ein zukunftsorientiertes alternatives Reduktionsverfahren vorgestellt: die Reduktion von Eisenerz mit Wasserstoff statt mit Kohlenstoff.
Dabei entsteht nicht wie üblich CO₂, sondern lediglich Wasser – ein zentraler Baustein für „grünes Eisen“. So lernten die Schülerinnen und Schüler ein Verfahren kennen, das für eine klimafreundliche Stahlproduktion von großer Bedeutung ist.
Die Unterrichtsstunde war eingebettet in die Forschungsinitiative Iron, upgraded! der TU Darmstadt, in der nachhaltige Verfahren der Eisenproduktion untersucht werden. Im Rahmen des Teilprojekts Public Relations and Outreach wird unter anderem erforscht und öffentlich kommuniziert, wie die wasserstoffbasierte Direktreduktion zur deutlichen Senkung des CO₂-Ausstoßes der Stahlindustrie beitragen kann.
Unsere Schülerinnen und Schüler verfolgten die Experimente mit großer Neugier und Begeisterung — viele zeigten sich beeindruckt davon, wie eng Chemie, Klimaschutz und technologische Innovation miteinander verbunden sind. Der Besuch der TU Darmstadt verdeutlichte eindrucksvoll, dass Chemieunterricht weit über theoretische Inhalte hinausgeht und einen direkten Bezug zu globalen Zukunftsfragen schaffen kann.
Wir danken der TU Darmstadt herzlich für die gelungene Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Projekte, die unseren Schülern und Schülerinnen spannende Perspektiven auf naturwissenschaftliche Forschung eröffnen.




